Zur Bedeutung von Ärger und Ärgerausdruck für die Entstehung und Prognose der koronaren Herzkrankheit

Autoren: Oskar Mittag, Petra Hank
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Mittels einer systematischen Literaturrecherche wurden 24 wissenschaftliche Studien zum Zusammenhang zwischen Ärger bzw. Ärgerausdruck und KHK aus dem Zeitraum seit 1985 identifiziert.

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Negativen Emotionen wie z. B. Ärger oder Feindseligkeit wird bereits seit langem bei verschiedenen Erkrankungen, darunter die koronare Herzerkrankung (KHK), eine wichtige Rolle eingeräumt. Spielberger und Mitarbeiter haben die miteinander verbundenen Konstrukte Ärger (anger), Feindseligkeit (hostility) und Aggression (aggression) zum sogenannten „AHA-Syndrom“ zusammengefasst. Die vorliegende Expertise geht der Frage nach, ob Ärger zur Entstehung bzw. zur Prognose der koronaren Herzerkrankung beiträgt und einen unabhängigen koronaren  Risikofaktor darstellt. Dabei wird zwischen Ärger als Persönlichkeitsdimension (trait anger) und seinen verschieden Ausdrucksformen (anger in, anger out, anger control) unterschieden.

Mittels einer systematischen Literaturrecherche wurden 24 wissenschaftliche Studien zum Zusammenhang zwischen Ärger bzw. Ärgerausdruck und KHK aus dem Zeitraum seit 1985 identifiziert. Sie umfassen insgesamt mehr als 18.000 überwiegend männliche Probanden. Eingeschlossen wurden nur Studien mit „harten“ Endpunkten. Die wesentlichen Ergebnisse sind: (1) Der wichtigste Studientyp (prospektive Untersuchungen an Gesunden) hat keine überzeugenden Belege für einen Einfluss von Ärger auf die Entstehung der KHK erbracht, (2) aus den Fall-Kontroll-Studien bzw. den Korrelationsstudien erhalten wir aber Hinweise, dass eine hohe Ärgerneigung (TraitÄrger) und offener Ärgerausdruck (anger out) zur Genese einer KHK beitragen und (3) Ärger bzw. erhöhte Ärgerneigung verschlechtert die Prognose einer bereits manifesten KHK. Insbesondere das letztere Ergebnis hat unmittelbare klinische Relevanz z. B. für die Rehabilitation von Koronarpatienten.

 

  

Petra Hank; Jg. 1964, hat Psychologie studiert und zum Thema Ärgererleben und Ärgerverarbeitung im Alltag promoviert. Seit 1989 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie im Fach Psychologie der Universität Trier und führt die Geschäfte im weiterbildenden Studiengang Psychologische Psychotherapie. Arbeitsschwerpunkte sind Psychologische Diagnostik und Intervention, Emotionsverarbeitung und Feldforschung. 

Oskar Mittag; Jg. 1951, hat Psychologie studiert und anschließend mehrere Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Trier und Köln gearbeitet. Promotion zum Dr. rer. nat. in 1985. Langjährige klinische Tätigkeit in einer Schwerpunktklinik für Herz-Kreislauferkrankungen. Seit 2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. Forschungsschwerpunkte: Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen, Psychologie, chronischer Krankheiten, Gesundheitspsychologie.

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Artikelnummer BU-VAS-380-0
Produktform Buch
Thema Psychosomatik & Psychologie
ISBN 978-3-96474-082-3
Autor Oskar Mittag, Petra Hank
Erscheinungstermin 01.03.2004
Hinweis Lieferung in 2 bis 4 Werktagen
Seitenzahl 66
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